2014 entwickelte das Ithaka Institut den Kon-Tiki, einen Feld-Pyrolysator nach dem Flammenteppich-Prinzip, der hochwertige Pflanzenkohle ohne externe Energie, ohne Elektronik und ohne industrielle Infrastruktur herstellen lässt. Jeder Bauer in der Welt kann nach diesem Prinzip Pflanzenkohle herstellen. Tatsächlich wird heute mit Kon-Tiki nicht nur mehr Pflanzenkohle produziert als mit jeder anderen Methode, sondern auch die mit Abstand meisten Kohlenstoffsenken. Damit ist der Kon-Tiki quantitativ die derzeit wichtigste Klimatechnologie überhaupt. Was freilich keine sonderliche Ehrenposition ist, sondern vor allem zeigt, wie weit wir technologisch und wirtschaftlich von der Lösung der Klimakrise entfernt sind.
Ithaka entwickelte zwar die meisten der heutigen Konstruktionsmodelle des Kon-Tiki – vom tief geschnittenen Kegel bis zum Schiffskontainer und automatisierten Varianten, war aber keineswegs dessen Erfinder. Tatsächlich gehen wir davon aus, dass bereits vor mehreren tausend Jahren genau diese Methode zur Herstellung von Holz- und Pflanzenkohle angewandt wurde. Ithaka brachte die Methode in die Neuzeit und wies wissenschaftlich nach, wie hochwertig die Pflanzenkohle aus dem Kon-Tiki ist und zu welchen Umweltkosten sie sich herstellen lässt. Die Emissionen liegen höher als bei industrieller Pyrolyse mit geregelter Gasverbrennung, aber deutlich unter denen der offenen Verbrennung von Ernteresten auf dem Feld.
Nachfolgend finden Sie die Geschichte des Kon-Tiki sowie Bedienungsanleitungen und technische Zeichnungen zum Eigenbau. Einige Dokumente sind auf Englisch, damit es Ihnen ähnlich wie den Landwirten der Welt geht, die mit computergestützter Übersetzung den Anschluss an die Klimarevolution üben.